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P 08  Gemeine Pestwurz
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P 08 Gemeine Pestwurz

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 3554 x 5400
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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Wenn Anfang März noch alles kahl und grau ist und sich der nahende Frühling höchstens mit steigenden Temperaturen schon ankündigt, schieben sich stellenweise seltsame Gewächse aus dem Boden. Sie sind nicht gerade klein und erinnern etwas an Ananas, jedoch rötlich gefärbt. Das sind die Blütenstände der Gemeinen Pestwurz. Wo stark nährstoffreicher Boden mit reichlich Feuchtigkeit zusammentrifft, ist ihr Standort. Bevorzugt somit im ländlichen Raum und nicht fern der Siedlungen - eine Pflanze, die dem Menschen folgt! Bis Mitte April streckt sich das Ganze und wird als Blütenstand erkennbar, so wie man es in diesem Bild sieht. Die Streckung geht weiter und schiebt die Blütenstände schließlich in eine Höhe bis 1m. Sie sind dann verblüht und samen aus. Zu der Zeit erscheinen die Laubblätter. Die sind riesig und erinnern am Rhabarber. Mit diesen Laubblättern vermag die Pestwurz andere Pflanzen zu verdrängen, sie kann große Kolonien bilden.
Seit überall saniert, kultiviert und erneuert wird, geraten Kulturfolger-Pflanzen, die früher ganz selbstverständlich zum Bild der Dörfer dazugehörten, in Existenznot. Die Dörfer sehen nicht mehr dörflich aus, sondern wie kleine Städte. Kein Platz mehr für Gänsefuß & Co. Man darf sich nicht wundern, dass die Kinder nur noch der Technik zugetan sind, wenn die Natur nichts mehr zu bieten hat. Wenn es nichts mehr zu sehen und zu bestaunen gibt.
Die Gemeine Pestwurz, der Färbung wegen auch oft Rote Pestwurz genannt, ist noch nicht gestandsgefährdet. Es verschwindet allerdings ein Vorkommen nach dem anderen, große Bestandslücken sind entstanden. Im Osten ist der Rückgang besonders dramatisch, hier wird die Verstädterung der Dörfer mit besonderer Gründlichkeit vorangetrieben.



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