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P 19  Gräben-Veilchen
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P 19 Gräben-Veilchen

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: ** mittel - Auflösung: 5410 x 3574
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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Das Gräben-Veilchen, auch unter dem Namen Milchweißes Veilchen bekannt, ist eine seltene Art der Großen Stromtäler. Besonders entlang der Elbe in Sachsen-Anhalt befand sich ein Schwerpunkt. Es ist eine Charakter-Art der Stromtal-Wiesen. Die verbreitete Praxis der Gülle-Entsorgung auf den Elbwiesen hat allerschwerste Schäden hinterlassen. Typische Stromtal-Wiesen sind kaum noch zu finden, die Artenfülle dieser mageren Wiesen ist Vergangenheit. Die Überdüngung ist stellenweise so extrem, dass selbst die Gräser abgestorben sind und sich Dominanz-Bestände verschiedener Disteln herausgebildet haben. Deren Bekämpfung wurde mit Total-Herbiziden durchgeführt. Dass solcher Umgang mit der Landschaft für alle seltenen Arten das sichere Aus bedeutet, kann nicht verwundern. Das heutige Antlitz der Elbwiesen sind monotone, sehr artenarme Grünländer, streckenweise mit Unkräutern und Disteln durchsetzt. Distelfreie Bestände resultieren aus der Anwendung von Selektiv-Herbiziden, die alle Zweikeimblättrigen töten.
An der Unteren Schwarzen Elster, in einem Naturschutz-Gebiet, existieren heute noch typische Stromtal-Wiesen mit der ganzen Artenfülle. Dazu gehört auch das Gräben-Veilchen. In den typisch lockeren und kräuterreichen Wiesen bildet es fleckenweise Dominanz-Bestände, es sind unglaublich viele. Besuche dieser Flächen durch Experten haben regelmäßig Emotions-Ausbrüche zur Folge, "Herrlichkeits-Anfälle". Freudentränen, dass es so etwas noch gibt! In der Roten Liste ist das Gräben-Veilchen als "stark bestandsgefährdet" eingetragen.




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