Bilder-Welt.net Bilder Wälder W 03 Gehölz mit Schlehen
W 02 Auenwald an der Mulde bei DessauW 04 Schattenblümchen-Rotbuchenwald bei Schöpsdorf

W 03  Gehölz mit Schlehen
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W 03 Gehölz mit Schlehen

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 5405 x 3569
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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Seit den 1990er Jahren werden Feldwege oft mit wegbegleitenden Hecken bepflanzt. Dafür wird ausschließlich auf einheimische Gehölzarten zurückgegriffen - vorbildlich. Weniger vorbildlich ist, wie wenig Raum den Hecken zugeordnet wird, meist sind es nur 5m! Damit kann die angestrebte Biotopverbund-Funktion kaum erreicht werden. Die Hecken verschönern das Landschaftsbild und bremsen die Windgeschwindigkeit, das ist alles. Wenn die angrenzenden Äcker gepflügt werden, so geschieht das meistens bis haarscharf an die Hecke heran. Die dabei auftretenden Wurzelverletzungen führen mitunter dazu, dass die vorderste Gehölzreihe ganz oder teilweise abstirbt, dann ist die Hecke noch schmaler.
Bei den Pflanzungen handelt es sich meist um sogenannte Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen. Irgendwo in der Landschaft führt irgendeine Maßnahme dazu, dass Natur zerstört wird. Das wird nur genehmigt, wenn Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen geleistet werden. Heckenpflanzungen sind einfacher und billiger als andere Maßnahmen, beispielsweise die Schaffung eines Kleingewässers. Das hat dazu geführt, dass die Unternehmen sich geradezu darum balgen, wer die Feldwege bepflanzen darf. Wer hier keinen Feldweg "abbekommt", muss kreativ werden und meist mehr Geld investieren. Dann sind oft die Naturschutzverbände gefragt: "...was sollen wir machen, wisst Ihr da was?" Ja, die Naturschutzverbände wissen immer was!
Dieses Bild zeigt eine wertvolle Schlehenhecke, die durchaus geeignet ist, auch für Biotopverbund tauglich zu sein. Und mit Bäumen kombiniert noch schöner und wertiger. Die Breite beträgt ca. 20m, und so viel sollten es bei Gehölzpflanzungen auch sein. Realität ist, dass man den Hecken nur höchst selten so viel Raum zugesteht. Die hier abgebildete Hecke wächst am Rand eines Naturschutz-Gebietes und ist nicht das Ergebnis einer Pflanzung, sondern hat sich spontan eingefunden, vermutlich von Vögeln "gesät".



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