Bilder-Welt.net Bilder Wälder W 04 Schattenblümchen-Rotbuchenwald bei Schöpsdorf
W 03 Gehölz mit SchlehenW 05 Straußgras-Eichenwald bei Schöpsdorf

W 04  Schattenblümchen-Rotbuchenwald bei Schöpsdorf
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W 04 Schattenblümchen-Rotbuchenwald bei Schöpsdorf

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: ** mittel - Auflösung: 5398 x 3569
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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Deutschland liegt mitten im Haupt-Verbreitungsgebiet der Rot-Buche. Deutschland = Buchenland. Es gibt aber Regionen, in denen die Niederschläge für ein gutes Gedeihen der Buche zu niedrig sind. Dort ist sie in ihrer Vitalität geschwächt und die Stiel-Eiche gewinnt stärkere Bedeutung. Wo die Niederschläge schließlich sehr niedrig sind, kommt die Buche nicht mehr vor und die Trauben-Eiche bestimmt den Bestands-Aufbau.
Der Fläming ist eine mäßig trockene Landschaft, in der Buche und Eiche gemeinsam vorkommen. Welche Art dominiert, wird von der Beschaffenheit des Bodens bestimmt. Auf etwas lehmigen Böden mit besserer Wasser-Haltekraft kann sich die Buche behaupten. Es sind dennoch mattwüchsige Wälder mit Stiel-Eiche und Trauben-Eiche als Neben-Baumarten. In der spärlichen Krautschicht ist das namensgebende Schattenblümchen herdenweise verbreitet.
Wegen seines langsamen Wachstums ist dieser Waldtyp, wirtschaftlich gesehen, wenig produktiv. Die forstwirtschaftliche Sichtweise auf den Wald ist leider völlig auf Wirtschaftlichkeit fixiert. Daher sind diese Rotbuchenwälder, die einst für den Fläming prägend waren, beseitigt und durch Kiefernforsten ersetzt worden. Seit Fällung der Bestände Reudener Buchen, Grimmer Buchen, Golmengliner Buchen und Schweinitzer Buchen ist der Bestand im NSG Magdeburgerforth der wirklich allerletzte Rest. Vom ausgeschilderten Wanderweg "Zum Buchenberg" aus ist er bequem zu besichtigen. Der Standort im Naturschutzgebiet ist leider kein Garant für den Fortbestand. Die Forstwirtschaft hat sich für fast alle Naturschutz-Gebiete das Recht auf "ordentliche Forstwirtschaft" gesichert, und dieser Begriff ist nicht definiert. Der Gesetzeslage ist Genüge getan, wenn die Fällung nicht total ist, sondern ~5% der Bäume verbleiben. Praktisch gesehen bedeutet das, dass Wälder in Naturschutz-Gebieten keineswegs gesichert sind. Und von ihrem Recht macht die Forstwirtschaft rege Gebrauch. Nur Total-Reservate bieten wirklichen Schutz, und deren Ausweisung wird mit allen Mitteln bekämpft.



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