Bilder-Welt.net Bilder Wälder W 08 Blaugras-Buchenwald bei Questenberg
W 07 Karstbuchenwald bei StempedaW 09 Hangschuttwald im Bodetal

W 08  Blaugras-Buchenwald bei Questenberg
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W 08 Blaugras-Buchenwald bei Questenberg

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 5420 x 3584
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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Die Rot-Buche ist ein Laubbaum, der im gemäßigten Klima Mitteleuropas ideale Bedingungen vorfindet und deshalb hier von Natur aus die dominierende Baumart ist. Deutschland = Buchenland. Dass die aktuelle Situation völlig anders aussieht, ist Werk des Menschen. Zu den Voraussetzungen, die die Buche zum guten Gedeihen benötigt, gehört ein ausreichend mit Wasser versorgter Standort. Auf sehr trockenen Standorten kommt die Buche nicht voran, ist der Eiche unterlegen, die mit Trockenheit weitaus besser zurechtkommt. Tatsächlich ist die Buche jedoch dennoch wiederstandsfähiger, als man lange dachte bzw. als es Meinung der Forstwirtschaft war. Es gibt Ausbildungen von Buchenwäldern, die von der Normalität kräftig abweichen. Die extremste Ausbildung ist der Blaugras-Buchenwald, sehr selten und von Natur aus auf kleine Flächen beschränkt. Auf flachgründigen Böden, über dem Gestein an Hangschultern und auf Bergspornen, kann man ihn antreffen. Nicht auf jedem Gestein, es muss Kalk oder Gips sein.
Die Wurzeln können nicht in den Boden eindringen, weil knapp unter der Oberfläche der massive Fels ansteht. Sie wachsen in alle Richtungen, klammern sich am Gestein fest, jede kleinste Felsspalte nutzend. Die Wasser- und Nährstoffversorgung ist angespannt, jede längere Trockenperiode wird hier für den Baum zur Belastungsprobe. Klar, dass sich unter diesen Bedingungen nur ein lichter Wald herausbilden kann und abgängige Bäume zum typischen Landschaftsbild gehören.
Das Bild, aufgenommen auf einem Bergsporn bei Questenberg im Südharz (Gipskarstlandschaft), zeigt den Übergangstyp vom Blaugras-Buchenwald zum etwas gemäßigteren Seggen-Buchenwald. Das sind Reste echten "Urwalds", sehr wertvoll und deshalb unter Schutz gestellt. Wiederholt hat es massive Vorstöße der Forstwirtschaft gegeben, mit dem Ziel, das Biosphärenreservat mit den Schutzgebieten zu kippen und überall typische Forstwirtschaft durchzusetzen. Natur durch Kultur zu ersetzen. Forstwirtschaft, der grüne Beruf? Mitnichten. Forstwirtschaft, Totengräber des Waldes! Auf Forst-Einrichtungskarten sind Reste von Natur üblicherweise als "Fehlbestockung" deklariert.



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