Bilder-Welt.net Bilder Felsfluren und Trockenbiotope T 09 Karstspalte in der Mooskammer
T 08 Granitfelsen an der RoßtrappeT 10 Kalk-Trockenrasen Steinbruchbiotop im Huy

T 09  Karstspalte in der Mooskammer
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T 09 Karstspalte in der Mooskammer

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: ** mittel - Auflösung: 5393 x 3599
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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Über drei Bundesländer (Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt) und auf einer Länge von 100km erstreckt sich am südlichen Harzrand die Gipskarst-Landschaft. Alle typischen Karst-Formationen wie beispielsweise Bachschwinden, Karstquellen, Erdfälle und Gipsbuckel-Landschaften sind anzutreffen. Eine weitere Formation sind Abriss-Spalten. Das Bild ist am Grund einer Spalte in der Mooskammer aufgenommen, eine landschaftliche Berühmtheit in der Gipskarst-Landschaft.
Duch die Lösung des anstehenden Zechsteins ist die Gipskarst-Landschaft ständig in Bewegung. Jährlich öffnen sich irgendwo Erdfälle, werden Spalten breiter oder entstehen neu, verschwinden Bäche in Schlucklöchern oder stauen sich zu Seen, die dann aber plötzlich doch wieder verschwunden sind. Die Orte der Region, wie beispielsweise Morungen, liegen am Rand dieser Landschaft, die nirgendwo sicheren Baugrund bietet. Derart aktive und modellhaft klar ausgebildete Karst-Landschaften sind sehr selten, nicht nur regional gesehen. Es ist ein Naturerbe, das es zu erhalten gilt.
Um Management und Schutz der Karstlandschaft kümmert sich das Biosphären-Reservat. Durch Behinderung wirtschaftlicher Aktivitäten, beispielsweise Fällung der Buchenwälder, war es wiederholt schweren Angriffen ausgesetzt. In jüngster Vergangenheit hat sich die Situation zum Besseren gewandt, wird der Wert, den diese Perle von Landschaft darstellt, allmählich erkannt. Die Landschaft ist mehr wert als Festmeter Holz oder Tonnen Gipsgestein. Es gibt immer Wege zu Kompromissen zwischen Wirtschaft und Naturschutz. Aber mit Aggressivität und Versuchen, wirtschaftliche Interessen auf die altgewohnte harte Art durchzudrücken, verspielt die Wirtschaft in der Region gerade die Option auf Kompromisse. Hier sitzt der Naturschutz am längeren Hebel und kann, wenn die Situation eskaliert, einfach "dichtmachen", die Wirtschaft lahmlegen. Das zu begreifen ist ein Lernprozess, der in einigen Regionen noch nicht weit vorangekommen zu sein scheint.




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