Bilder-Welt.net Bilder Felsfluren und Trockenbiotope T 03 Felsrasen in der Gimritzer Schweiz
T 02 Steppenrasen in den Karsdorfer HängenT 04 Gimritzer Schweiz

T 03  Felsrasen in der Gimritzer Schweiz
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T 03 Felsrasen in der Gimritzer Schweiz

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 5390 x 3569
Struktur: ** mittel - Preisgruppe: 1
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Die weltweit einzigartige Porphyrkuppen-Landschaft nordwestlich von Halle zählt zu den überregionalen Wert-Schwerpunkten der Natur Sachsen-Anhalts. Und innerhalb dieser beeindruckenden Landschaft zählen die Lunzberge und ganz besonders die Gimritzer Schweiz zu den Schwerpunkten. Die militärische Nutzung des Geländes durch die Rote Armee hat den "Würgegriff" der Landwirtschaft verhindert, dadurch haben sich auf relativ großer Fläche Magerbiotope erhalten. Nicht wie die übrige Landschaft von Dünger vergiftet, finden hier seltene Pflanzen und Tiere Lebensraum.
Ganz zeitig im Frühjahr, in sehr milden Jahren mitunter noch im Winter, öffnet bereits der Felsen-Goldstern seine leuchtend gelben Blüten. Was für ein Wunder: während in schattigen Nieschen noch Schneereste liegen, leuchten auf den sonnigen Hängen hunderte gelber Blütensterne! Auf den extrem flachgründigen Böden über massivem Fels ist der Goldstern auf die Feuchtigkeit des Frühjahrs angewiesen. Bereits ab Mai trocknen die Standorte stark aus. Da ist die Saison für den Felsen-Goldstern bereits vorbei und alle grünen Pflanzenteile eingezogen. In den Zwiebeln ist die Kraft für die nächste Saison gespeichert.
Kürzlich hat die Gimritzer Schweiz einen Wert-Aufschwung erfahren. Der NABU-Kreisverband Saalkreis, ausgestattet mit einer eigenen Schafherde, hat die Flächen in Pflege-Bewirtschaftung genommen. Althergebrachte extensive Bewirtschaftungs-Arten, in diesem Fall die Weide-Wirtschaft, sind oft die besten Pflege-Konzepte für halbnatürliche Biotope wie Magerrasen. Hinzu kam als Erst-Pflege eine bestens gelungene Entbuschungs-Aktion, erhebliche Anteile der Hanglagen hatten sich mit Gebüsch überzogen. Bereits im zweiten Jahr nach der Pflege war eine sprunghafte Zunahme wertgebender Arten wie Felsen-Goldstern oder Gemeine Kuhschelle festzustellen.



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