Bilder-Welt.net Bilder Gewässer G 09 Flutrinne am Melzwiger Pappelheeger
G 08 Großer Mühlkolk bei GorsdorfG 10 Lehmstich im Wittenberger Luch

G 09  Flutrinne am Melzwiger Pappelheeger
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G 09 Flutrinne am Melzwiger Pappelheeger

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 5405 x 3584
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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Als die Flüsse noch frei waren, nicht durch Buhnen, Steinschüttungen und Dämme in ihren Lauf gepresst wurden, gab es öfter Laufveränderungen. In alten Schriften kann man nachlesen: "Die Elbe ist ein seltsamer Fluss. Mal fließt sie bei Wittenberg, mal bei Kemberg..." Die Distanz zwischen Wittenberg und Kemberg beträgt 9km. Diese Lauf-Veränderungen haben ihre Ursache in Sediment-Ablagerungen und sind unter natürlichen Bedingungen ganz normal. So normal wie Sand- und Kiedbanke am und mitten im Fluss. Ein Blick auf Satellitenfotos verrät, dass die gesamte Aue aus alten Fluss-Läufen sowie deren Uferwällen besteht. Auf Infrarot-Fotos kommen diese Strukturen besonders deutlich zur Geltung. Die zum Zeitpunkt der Kultivierung bzw. Lauf-Festlegung gerade bestehenden Verhältnisse bezüglich nicht nur des Flusslaufs selbst, sondern auch seiner Altwässer, sind gewissermaßen "eingefroren". Das heutige Graubachtal bei Kemberg ist der alte Elblauf. Allerdings werden die Wasserflächen immer kleiner, da sie verlanden und nicht mehr der "ausräumenden" Kraft des srömenden Wassers ausgesetzt sind. Ganz besonders dann nicht, wenn sie im eingedeichten Fluss-Hinterland liegen.
Eine weitere Struktur natürlicher Flussläufe sind die Flutrinnen, Strömungsbahnen abseits des Flusses, nur bei Hochwasser aktiv. Und trocken, wenn Hochwässer mehrere Jahre nicht vorkamen, was völlig normal ist. Dieses Bild zeigt eine solche Flutrinne, eine relativ große. Dass die Flutrinnen wertvolle Naturräume darstellen, kann nicht verwundern. Als  Biotoptyp sind sie folgerichtig allesamt geschützt, gemäß Bundesnaturschutzgesetz.




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