Bilder-Welt.net Bilder Gewässer G 11 Grubensee Quarzsand-Tagebau
G 10 Lehmstich im Wittenberger LuchK 01 Brandenburger Tor Berlin

G 11  Grubensee Quarzsand-Tagebau
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G 11 Grubensee Quarzsand-Tagebau

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: ** mittel - Auflösung: 5435 x 3584
Struktur: ** mittel - Preisgruppe: 1
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Wie ein mystischer Vorhang schwebt der Morgennebel über dem Grubensee des Bergwerksfelds Möllensdorf. Bei klarer Sicht offenbart sich, dass die Grube ein wahres "Schatzkästchen" der Natur ist. Während der übrige Wittenberger Vorfläming, von einigen Bachtälern einmal abgesehen, sich als recht einförmiges Kiefernforst-Gebiet darstellt und entsprechend wertarm, reihen sich in der Grube Natur-Juwel an Natur-Juwel! Genannt seien hier nur die hervorstechendsten: Uferschwalbe, Ringelnatter, Kreuzkröte, Kleiner Wasserfrosch, Moor-Bärlapp und Rundblättriger Sonnentau. Unter den Biotopen sind eine hohe Sandwand mit Süd-Ausrichtung und ein Rhynchosporion-Anmoorbiotop hervorzuheben. Es gibt eine langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Gruben-Betreiber, der Quarzsand GmbH, und dem NABU-Kreisverband Wittenberg. Im Zuge dieser Zusammenarbeit wurden Biotope geschaffen, umgestaltet oder gezielt gepflegt. Davon profitieren alle: das Unternehmen vom Image-Gewinn und von der Sicherheit, nicht versehentlich gegen Naturschutz-Recht zu verstoßen. Der Naturschutz-Verein ebenfalls vom Image-Gewinn und von der Möglichkeit, kraftvolle Biotop-Gestaltungen durchführen zu können, was erst durch die Bergbau-Maschinen möglich wird. Am meisten profitiert aber das Objekt im Mittelpunkt aller Bemühungen, unsere Natur.
Von essenzieller Wichtigkeit ist stets, dass das Bergwerksfeld nach der Ausbeutung nicht rekultiviert (z.B. aufgeforstet) wird, sondern dass der natürlichen Entwicklung (Sukzession) Vorrang eingeräumt wird. Es ist lediglich angebracht, nach dem Abbau-Geschehen noch einige Gestaltungs-Arbeiten am Relief der Grubensohle vorzunehmen, um der anschließenden Entwicklung gute Start-Voraussetzungen zu verschaffen. Um das Bergbau-rechtlich auf solide Füße zu stellen, wurden Änderungen am Landschaftplanerischen Begleitplan vorgenommen. Weitaus häufiger als eine derart fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Industrie und Naturschutz ist leider das Gegenteil, nämlich Konfrontation. Ein Übel, dass sich durch etwas mehr Verständnis, Toleranz und Kommunikation auf beiden Seiten sicher oftmals abstellen ließe!



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