Bilder-Welt.net Bilder Gewässer G 05 Elbe am Rotall
G 04 Mulde bei DessauG 06 Hohndorfer Rinne im Wittenberger Luch

G 05  Elbe am Rotall
größeres Bild anzeigen


G 05 Elbe am Rotall

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 5420 x 3569
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
Stellen Sie eine Frage zu diesem Produkt

Bis zur Wende 1989 waren in der damaligen DDR erhebliche Streitkräfte der Roten Armee stationiert. Zu den Gefechts-Übungen, die absolviert wurden, gehörte die Durchquerung der Elbe mit Panzern. Wo qualmende Dieselmotoren dröhnten und malmende Panzerketten quietschten, wo Öl in Größenordnungen verkleckert wurde und Granaten-Explosionen die Erde aufrissen...ist die Natur zerstört worden? Könnte man denken, denken viele. Aber das Gegenteil ist der Fall! Wenig abseits der unmittelbaren Wirkungs-Stätten haben seltene Pflanzen und Tiere eine Heimat gefunden, für die Flur-Bereinigung, Verpestung der Landschaft mit Dünger, Entwässerung, Kultivierung u.s.w. weitaus vernichtender waren als die beschriebenen Aktivitäten der Armee. Neben Bergbau-Folgelandschaften sind alte Militär-Gelände oftmals wertvollste Natur aus zweiter Hand. In jüngerer Vergangenheit sind immer wieder solche Natur-Erbschaften dem deutschen Kultivierungs-Wahn geopfert worden. Das Aus für Kreuzkröte, Flohkraut & Co.! An dieser Stelle ist das zum Glück nicht geschehen, hier existiert noch der alte, wertvolle Zustand. Die Entscheidung zwischen Kultivierung oder Natur-Entwicklung wird in Zukunft auch darüber entscheiden, ob Deutschland die ratifizierten Auflagen der EU (FFH-Richtlinie) erfüllen kann, oder nicht. Natur-Zerstörung wird in Zukunft teuer, sehr teuer! Noch steht die Summe für das Vertrags-Verletzungs-Verfahren, welches gegen Deutschland läuft, noch nicht fest. Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, es könnten, wenn es "dicke kommt", 11 Milliarden Euro sein. Ist es nicht sehr schade, dass das ach so weltoffene und schlaue Deutschland mit hohen Strafen zu ein bisschen Naturschutz gezwungen werden muss? Dass uns solche Länder wie Portugal und Griechenland in Sachen Naturschutz Lichtjahre voraus sind?




: