Bilder-Welt.net Bilder Moore, Sümpfe und Brüche M 08 Wollgrasmoor Grubenbiotop in der Pfaffenheide
M 07 Moor am Frühbußer PaßM 09 Moor Grubenbiotop an der Polstermühle

M 08  Wollgrasmoor Grubenbiotop in der Pfaffenheide
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M 08 Wollgrasmoor Grubenbiotop in der Pfaffenheide

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 5420 x 3599
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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Der Anblick des fruchtenden Wollgrases ist untrennbar mit "Moor" verbunden - und nur wenigen Menschen vergönnt. Gab es noch vor 50 Jahren viele Standorte, an denen es wuchs, so ist es inzwischen zu einer Rarität geworden. Kaum zu glauben, dass einige heutige Grünländer Moor waren. Ihnen ist der einstige Moor-Charakter nicht mehr anzusehen. Entwässerung, Umbruch, Neuansaat und Düngung verändern die Landschaft grundhaft. Mit den Wollgräsern verschwanden auch viele andere Arten, um deren Erhalt man sich heute mit Mitteln des Naturschutzes bemüht.
Um so erfreulicher ist es, dass immer wieder neue Standorte für Wollgräser und andere Moor- und Feuchtbiotop-Arten auftauchen. Sie entstehen zumeist in alten Ton-, seltener Sandgruben. Allein im Landkreis Wittenberg gibt es fünf Moorstandorte, die sich in altem Bergwerks-Gelände befinden. Hinzu kommen moorige Entwicklungen in Bibersümpfen. Sie bilden ein immer wichtiger werdendes Gegengewicht zu dem fortschreitenden Wertverlust in der freien Landschaft. Oft wird behauptet, die Sekundärbiotope unterlägen einer schnellen Weiterentwicklung hin zu weniger wertvollen Biotopen, so dass deren aktuell hoher Wert rasch wieder vergehen würde. Nun, so kann es sein, muss aber nicht. Die Weiterentwicklung hängt von einer ganzen Reihe unterschiedlicher Faktoren ab. Und verläuft teils sehr stabil. Eines der "Gruben-Moore" entwickelt sich nachweislich schon seit über 100 Jahren unverändert prächtig und hat in dieser Zeit eine lockere Torfschicht von ~50cm Stärke gebildet. Die Gruben-Biotope, auch andere als Moor, sind für strukturarme oder durch Kultivierung und Flurbereinigung strukturarm gewordene Landschaften ein ganz großer Glücksfall! Wertgebende Arten und Biotop-Strukturen konzentrieren sich unübersehbar in den Gruben. Gäbe es sie nicht, wäre die Situation viel ernster.



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