Bilder-Welt.net Bilder Moore, Sümpfe und Brüche M 07 Moor am Frühbußer Paß
M 06 Schwarzer SumpfM 08 Wollgrasmoor Grubenbiotop in der Pfaffenheide

M 07  Moor am Frühbußer Paß
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M 07 Moor am Frühbußer Paß

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 5420 x 3569
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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Unter den mitteleuropäischen Mittelgebirgen zeichnet sich das Erzgebirge durch einen bemerkenswerten Moor-Reichtum aus. Hohe Niederschläge haben in Verbindung mit saurem Grundgestein die Herausbildung von Hochmooren (Regenmoor) stark begünstigt. Sie liegen auf dem Kamm des Gebirges, in Hangmulden und in Hochtälern. Die ursprüngliche Anzahl von Hochmooren wird mit über 300 angegeben. Dieses Gebirge ist früh und dicht besiedelt worden, was zu einem verstärkten Abbau der Moore im Vergleich zu anderen Gebirgen geführt hat. Auf deutscher Seite sind die Moore Torfabbau und Kultivierung zum Opfer gefallen, lediglich zwei Moore sind noch leidlich naturnah. Auch auf böhmischer Seite sind viele Moore abgebaut worden, doch gibt es hier dennoch eine größere Anzahl ungeschädigter Moore.
Im Tal der Rolawa und auf den angrenzenden Bergen ist eine Gruppe von 28 Mooren erhalten, nur eines dieser Moore ist teilweise abgetorft. Während die Moore der tiefen Lagen von Latschendickicht eingenommen werden, findet man in den Mooren der Kammlagen offene Hochmoor-Kernvegetation, umgeben von Latschendickichten. Das Moor am Frühbußer Pass, bei 930m gelegen, ist eines der schönsten. Der offene Hochmoorkern wird von Schlenken gegliedert, die deutlich höhenparalell verlaufen, auch zwei Kolke sind vorhanden. Dieses Bild, im Oktober 2015 aufgenommen, zeigt das Moor mit prächtigem Reifbehang im Licht des Morgennebels - eine Märchenlandschaft! Das ganze Rolawa-Moorgebiet ist von der Tschechischen Republik zum National-Reservat erklärt worden, wodurch der Fortbestand gesichert ist. Gegenwärtig laufen Untersuchungen zur Wertigkeit.



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