Bilder-Welt.net Bilder Moore, Sümpfe und Brüche M 05 Odersprungmoor
M 04 Großes Rotes BruchM 06 Schwarzer Sumpf

M 05  Odersprungmoor
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M 05 Odersprungmoor

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: ** mittel - Auflösung: 5390 x 3569
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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Die Mitteleuropäischen Mittelgebirge sind wegen ihres Niederschlags-Reichtums Naturräume, in denen die Bedingungen für die Entwicklung von Mooren günstig sind. Es handelt sich dabei in erster Linie um Regenmoore, besser bekannt unter dem Namen "Hochmoor", der sich auf die typisch aufgewölbte Form dieses Moortyps bezieht. Abseits der Gebirge sind die Niederschläge gering, so dass sich keine Regenmoore entwickeln können. Die Gebirge sind somit Regenmoor-Inseln. Die Vermoorung setzte teilweise gleich nach dem Ende der letzten Eiszeit ein, manche Moore sind somit über 11000 Jahre alt. Die Mächtigkeit der gebildeten Torfe liegt im Schnitt bei 3-5m, die größte ermittelte Torfmächtigkeit beträgt 7,70m!
Auf dem Hochplateau des Harzes, zwischen Bruchberg, Brocken und Wurmberg, ist der Grad der Vermoorung besonders hoch. Die Moore liegen hier in Höhenlagen zwischen 700m und 900m, einzelne noch höher bis knapp über 1000m. Sie empfangen Niederschlags-Summen von mehr als 1300mm jährlich. Damit ist das Fassungsvermögen vieler Moore überschritten und es kommt zu Erosionserscheinungen, beispielsweise unterirdischen Abflusssystemen am Grund der Moore, unter dem Torfkörper. Neben den Regenmooren, es sind 22, gibt es auch zahlreiche Hangvermoorungen und rund 1200ha Moorwälder.
Den schon erwähnten Wasserüberschuss bewältigt das Odersprungmoor mit einer seltenen Moorstruktur, einer Rülle. Das ist ein oberirdischer natürlicher "Abflussgraben", freilich nicht technisch gerade, sondern natürlich kurvig. Im Bildhintergrund links ist die Oderrülle andeutungsweise erkennbar. Die Schlenke im Vordergrund ist die eigentliche Quellstelle des Harzflüsschens Oder. Das Odersprungmoor ist eines der ältesten, mächtigsten und schönsten Harzmoore. Es ist etwa 11500 Jahre alt, bis 6,60m mächtig, 1,2km lang und im Schnitt 200m breit, sehr langgestreckt also. Beeinträchtigungen durch Torfabbau oder Entwässerung gibt es nicht. Große Partien des Moores sind vollwüchsig und schwammsumpfig. In jüngster Vergangenheit hat die Wüchsigkeit stark zugenommen und greift nun auch auf Moorbereiche über, die vormals mindernass waren.
Dieses Bild, aufgenommen im Oktober 2014, zeigt das Moor in der herbstlichen Tracht mit bunt gefärbten Halmen der Rasenbinse.



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