Bilder-Welt.net Bilder Moore, Sümpfe und Brüche M 04 Großes Rotes Bruch
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M 04  Großes Rotes Bruch
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M 04 Großes Rotes Bruch

Preis ab: EUR 128,00

Schärfe: ** mittel - Auflösung: 5390 x 3584
Struktur: ** mittel - Preisgruppe: 2
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Die Mitteleuropäischen Mittelgebirge sind wegen ihres Niederschlags-Reichtums Naturräume, in denen die Bedingungen für die Entwicklung von Mooren günstig sind. Es handelt sich dabei in erster Linie um Regenmoore, besser bekannt unter dem Namen "Hochmoor", der sich auf die typisch aufgewölbte Form dieses Moortyps bezieht. Abseits der Gebirge sind die Niederschläge gering, so dass sich keine Regenmoore entwickeln können. Die Gebirge sind somit Regenmoor-Inseln. Die Vermoorung setzte teilweise gleich nach dem Ende der letzten Eiszeit ein, manche Moore sind somit über 11000 Jahre alt. Die Mächtigkeit der gebildeten Torfe liegt im Schnitt bei 3-5m, die größte ermittelte Torfmächtigkeit beträgt 7,70m!
Auf dem Hochplateau des Harzes, zwischen Bruchberg, Brocken und Wurmberg, ist der Grad der Vermoorung besonders hoch. Die Moore liegen hier in Höhenlagen zwischen 700m und 900m, einzelne noch höher bis knapp über 1000m. Sie empfangen Niederschlags-Summen von mehr als 1300mm jährlich. Damit ist das Fassungsvermögen vieler Moore überschritten und es kommt zu Erosionserscheinungen, beispielsweise unterirdischen Abflusssystemen am Grund der Moore, unter dem Torfkörper. Neben den Regenmooren, es sind 22, gibt es auch zahlreiche Hangvermoorungen und rund 1200ha Moorwälder.
Eines der schönsten Moore ist das Große Rote Bruch. Es zeichnet sich durch zahlreiche Schlenken und einen insgesamt sehr hohen Wasserreichtum aus. Einsturztrichter zeichnen die Bahn eines unterirdischen Abflusses nach. Das Moor ist vollwüchsig, also "kerngesund". Es gibt keine Schäden durch Torfabbau oder Entwässerungen.
Das ist leider nicht bei allen Harzmooren so. Trotz sehr ungünstiger Bedingungen wurde Torf gestochen, zwei Moore sind fast vollständig abgebaut worden, zahlreiche leicht bis mäßig geschädigt. Das wir heute im Harz noch die Schönheit der Moore erleben können, ist nicht etwa der Vernunft eines Naturschutz-Gedankens geschuldet. Vielmehr ist es den Wetter-Unbilden zu verdanken. Der Torfabbau war hier derart erschwert, das er unwirtschaftlich war. Die Torfabbau-Unternehmen gingen bei ihrer zerstörerischen Arbeit pleite! Heute sind die Moore und das gesamte Umfeld als Nationalpark geschützt.



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