Bilder-Welt.net Bilder Moore, Sümpfe und Brüche M 11 Weidenbruch im Grützmühlmoor
M 10 Bibersumpf am LuthersteinM 12 Waldmoor im Fliethbachtal

M 11  Weidenbruch im Grützmühlmoor
größeres Bild anzeigen


M 11 Weidenbruch im Grützmühlmoor

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: ** mittel - Auflösung: 5435 x 3597
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
Stellen Sie eine Frage zu diesem Produkt

Weidenbrüche sind das Bindeglied zwischen offenen Mooren auf der einen Seite und Erlenbrüchen auf der anderen Seite. Sie wachsen dort, wo der (Moor)boden für Bäume keine ausreichende Festigkeit bietet. Darüberhinaus findet man Weidenbrüche aber auch als eine Art Dauerstadium auf nassen Mooren, dann oft verknüpft mit Röhrichten. Aufgebaut werden sie aus der Grau-Weide und aus Ohr-Weide. Selten tritt die bis 12m hohe Lorbeer-Weide hinzu, eine bestandsgefährdete Art. Grau-Weide und Lorbeer-Weide sind für das Flachland charakteristisch, Ohr-Weide kommt eher im Hügel- und Bergland vor.
Aufgrund der Entwässerung von Mooren gelten Weidenbrüche als bestandsgefährdeter Biotoptyp. Im Grützmühlmoor stockt der Weidenbruch aus Grau-Weide und etwas Lorbeer-Weide auf einem rund 8m mächtigen Torfboden. Probe-Bohrungen haben für Teile des Moores gar eine Tiefe von 12m ergeben. An einer Stelle war mit 12m das Ende der Möglichkeiten, jedoch nicht der Moorgrund erreicht. Damit ist das Moor eines der tiefsten Deutschlands.
Seit einigen Jahren ist ein Ansteigen des Grundwassers zu verzeichnen, die gesamte Region Anhalt betreffend. Im Moor um den Betrag von etwa 80cm. Der früher durch Drainagen entwässerte und gesackte Boden ist aufgequollen und hat den gesamten Weidenbruch mit angehoben. Einige randliche Bäume haben den Halt verloren und kippen. Das Gelände ist unbegehbar und tückisch. Für die Vogelwelt sind die auch für Raubtiere unpassierbaren Weidenbrüche ein Segen, sicheres Gelände.



: