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P 33  Schwimmfarn
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P 33 Schwimmfarn

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 5390 x 3569
Struktur: ** mittel - Preisgruppe: 1
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Zu den berühmten "Spezialitäten" der Mittleren Elbe zählt der Schwimmfarn. Er ist eine Art mit südlicher Verbreitung, die Vorkommen Deutschlands sind nördliche Vorposten-Standorte. Außer an der Elbe gibt es Vorkommen an der Oder und am Oberrhein. In Havel und Spree ist er ausgestorben. Der Schwimmfarn ist ein einjähriger Wasserfarn. Die Vermehrung erfolgt, wie bei anderen Farnen auch, durch Sporen. Die Schwimmblätter sind mit Haarbüscheln besetzt und unbenetzbar, der Schwimmfarn kann nicht sinken. Auf der Unterseite finden sich Blätter, die rein visuell wie Wurzeln aussehen und auch die Funktion von Wurzeln übernehmen (außer Verankerung - der Schwimmfarn schwimmt frei). An der Wasseroberfläche erscheint er erst im Hochsommer, zuvor wuchs der Vorkeim im Wasser. Seine volle Größe erreicht er erst im September, dann sind stille Buchten mitunter von ausgedehnten und dichten Schwimmfarn-Teppichen überzogen. Ende Oktober stirbt er ab und zerfällt. Die Sporen-Behälter sinken auf den Grund des Gewässers und überwintern dort.
Noch vor 40 Jahren war der Schwimmfarn selten, es gab nur wenige Gewässer, in denen er wuchs. Wasserverschmutzung hatte die Vorkommen ausgelöscht. Durch Maßnahmen zur Wasserreinhaltung haben viele Wasserpflanzen heute einen beachtlichen Aufschwung erfahren, auch der Schwimmfarn. Bei sommerlichen Hochwasser-Ereignissen werden die unsinkbaren Pflanzen verdriftet. Freilich landen viele im Wald, auf Grünland oder Acker. Aber einige haben Glück und erreichen ein Gewässer, wo sich dann neue Bestände bilden. An der mittleren Elbe gibt es inzwischen viele stabile Vorkommen und es werden immer mehr. In der Roten Liste ist er inzwischen nur noch in der untersten Kategorie "gefährdet" eingestuft. Der Schwimmfarn unterliegt der Artenschutz-Verordnung.




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