Bilder-Welt.net Bilder Moore, Sümpfe und Brüche M 16 Der Lug bei Schützberg
M 15 Sumpfwald am Neuen Teich SachauP 01 Seidelbast

M 16  Der Lug bei Schützberg
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M 16 Der Lug bei Schützberg

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 5420 x 3584
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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Moore leben vom Wasser. Das kann auf verschiedene Weise ins Moor gelangen. Beispielsweise durch Regen (Regen- bzw. Hochmoor), durch einfachen Zustrom (Versumpfungsmoor) oder schlicht durch ein vorhandenes Standgewässer (Verlandungsmoor). Ein seltener Typ sind die Überflutungsmoore. Es gibt sie an der Küste (Küsten-Überflutungsmoor) und in den Auen großer und mittlerer Flüsse (Auen-Überflutungsmoor). Sie sind ganz von der wechselnden Wasserführung ihres Flusses abhängig. Ganz oder teilweise überflutet im Frühling, regelmäßig ausgetrocknet im Spätsommer. Es liegt auf der Hand, dass Wasserbau-Maßnahmen wie Deichbau oder Errichtung von Stau-Bauwerken für Auen-Überflutungsmoore sehr gefährlich bis tödlich sein können. Das Schicksal der allermeisten Moore war entweder die Eindeichung mit nachfolgender Austrocknung oder die Kultivierung durch Entwässerung und Umwandlung in Grünland. Torfstecherei spielt bei den Auen-Überflutungsmooren keine Rolle, weil der Torf sehr hoch zersetzt und schlickreich ist - wirtschaftlich nicht nutzbar. Die torfbildende Pflanzendecke des Moores besteht hier aus Seggen (zumeist Schlank-Segge) und aus Röhrichtpflanzen wie Wasser-Schwaden und Schilf.
Einst waren Auen-Überflutungsmoore weit verbreitet und ein großes Hindernis für unsere Vorfahren, wenn es galt, Flüsse zu überwinden. Immerhin waren diese Moore mitunter kilometerbreit und erstreckten sich über große Teile der Aue. Heute sind sie beinahe überall entwässert und kultiviert. Sie sind zu einem der seltensten Moortypen überhaupt geworden. "Von vollständiger Vernichtung bedroht" steht in der Roten Liste der Biotop-Typen vermerkt.
Der Lug Schützberg misst lediglich 13 Hektar und ist dennoch der größte und wertvollste Rest dieses Biotoptyps weit und breit! Anstrengungen zur Entwässerung hat es auch hier gegeben, aber sie sind weitgehend fehlgeschlagen. Der angerichtete Schaden hält sich in Grenzen, das Moor ist überwiegend erhalten geblieben. Das Bild zeigt einen kleinen Teil seiner Ostflanke im stimmungsvollen Licht der Morgendämmerung.