Bilder-Welt.net Bilder Moore, Sümpfe und Brüche M 15 Sumpfwald am Neuen Teich Sachau
M 14 Sarenbruch bei KliekenM 16 Der Lug bei Schützberg

M 15  Sumpfwald am Neuen Teich Sachau
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M 15 Sumpfwald am Neuen Teich Sachau

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 5405 x 3569
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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Im Unterschied zu Erlenbrüchen stocken Sumpfwälder nicht auf Torf, sondern auf mineralischem Untergrund. Beispielsweise Sand oder Lehm. An der Oberfläche liegt eine Schicht Feuchthumus, üblicherweise um 20cm stark. Die Bäume erreichen mit ihren Wurzeln problemlos den mit Nährstoffen angereicherten mineralischen Untergrund und können kräftig wachsen. Eine Nährstoff-Mangelsituation, wie sie für Erlenbrüche charakteristisch ist, gibt es nur ganz selten. Nämlich dann, wenn der mineralische Untergrund selbst sehr nährstoffarm ist. Die Bodenflora besteht aus Arten nährstoffreicher Standorte. Beispielsweise Bitteres Schaumkraut, Sumpf-Dotterblume, Sumpf-Calla, Winkel-Segge und Wald-Frauenfarn. Aufgrund des kräftigen Holz-Wachstums werden Sumpfwälder von der Forstwirtschaft eher toleriert als Bruchwälder und sind, obwohl dennoch stark dezimiert, gebietsweise noch regelmäßig anzutreffen. Am häufigsten an kleinen Bächen und in deren Quellbereichen. Größere Bestände sind allerdings selten. Das Bild zeigt den größten Sumpfwald der Dübener Heide. Er hat eine Ausdehnung von reichlich 10 Hektarn. Dass solche großen Bestände wertvoller sind als kleine, darf nicht wundern. Gemäß der FFH-Richtlinie der Europäischen Union sind Auen-Sumpfwälder in Bachtälern als Lebensraum geschützt, auch kleinere. Dass die Bestände nicht nach gutdünken bewirtschaftet und abgeerntet werden dürfen, führt zu Hass der Forstwirtschaft auf den Naturschutz. Dass der jahrzehntelang nur vorgetäuschte "Feigenblatt-Naturschutz" derzeit durch echten Naturschutz ersetzt wird, wird noch nicht akzeptiert.