Bilder-Welt.net Bilder Moore, Sümpfe und Brüche M 14 Sarenbruch bei Klieken
M 13 Bruchwald an den Lausiger TeichenM 15 Sumpfwald am Neuen Teich Sachau

M 14  Sarenbruch bei Klieken
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M 14 Sarenbruch bei Klieken

Preis ab: EUR 128,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 5428 x 3591
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 2
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Die Zonierung der großen Flussauen folgt klaren Regeln und ist daher charakteristisch. Direkt neben dem Fluss liegt der Uferwall, aufgebaut aus groben Sedimenten. Hier haben die Weiden-Ufergebüsche und die Weichholz-Auenwälder ihren Standort. Daran schließt sich die flächenmäßig große, weniger strukturierte und bezüglich der "Höhenlage" mittlere Aue an. Sie ist der Standort der Hartholz-Auenwälder, die sich in mehrere Typen aufteilen lassen. Ganz am Rand schließlich findet sich die Auen-Randsenke, deren Ursprung entweder ein ehemaliger Flusslauf ist oder eine große Flutrinne. Daran schließt sich, üblicherweise eine markante Geländeschwelle bildend, die Talsand-Terrasse an, die nicht mehr zur Aue gehört.
Aus der Geländeschwelle bzw. Randkante ergießen sich oft Quellaustritte. Sie sorgen dafür, dass die Auen-Randsenke, unabhängig von der Wasserführung des Flusses, ständig nass ist oder teilweise überflutet. Die Auen-Randsenke kann auch Gewässer unterschiedlicher Größe enthalten.
Weil die Auen-Randsenken sich nur schwer entwässern lassen und somit für Forstwirtschaft wie Landwirtschaft kaum nutzbares Gelände sind, findet man hier auch heute noch Reste ursprünglicher Natur. Meist sind es offene oder bewaldete Moorstandorte unterschiedlicher Ausprägung. Nährstoffarme Ausprägungen (Torfmoor) sind meist der Torfstecherei zum Opfer gefallen, nährstoffreichere Ausprägungen mit wirtschaftlich uninteressanter Torf-Qualität existieren noch.
Dieses Bild zeigt einen nassen Erlenbruch im Sarenbruch, einer vermoorten Auen-Randsenke mit Restsee. Der Moorstandort ist bewaldet und enthält wertvolle Komplexbildungen aus Erlenbruch und Erlen-Sumpfwald. Torfstecherei hat es gegeben, jedoch nur kleinflächig und ohne erhebliche Auswirkungen auf das restliche Bruch. Konkret bedroht ist das Sarenbruch durch Pläne, den Restsee mittels Saugbagger auszubaggern. Die naturschutz-fachlich aberwitzig falschen Planungen der Biosphären-Reservatsverwaltung Mittelelbe konnten bisher verhindert werden. Traurig, wenn Institutionen, die eigentlich dem Naturschutz dienen sollen, Natur-Zerstörung betreiben!