Bilder-Welt.net Bilder Moore, Sümpfe und Brüche M 13 Bruchwald an den Lausiger Teichen
M 12 Waldmoor im FliethbachtalM 14 Sarenbruch bei Klieken

M 13  Bruchwald an den Lausiger Teichen
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M 13 Bruchwald an den Lausiger Teichen

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 5405 x 3584
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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Bruchwälder haben etwas finsteres, abweisendes an sich. Eine Stimmung, der sich vor Ort kaum jemand entziehen kann. Es gibt Menschen, die richtig Angst bekommen, wenn sie unversehens, z.B. beim Pilze suchen, in einen Bruchwald geraten sind. Zu unterscheiden ist zwischen den (selteneren) Birkenbrüchen und den Erlenbrüchen. Die Birkenbrüche sind etwas lichter, zuweilen gar nicht finster. Skurril verbogene Stämme können aber auch einen Birkenbruch schaurig aussehen lassen, wenn es aussieht, als wollten die Bäume nach dem Menschen greifen. Richtig finster sind die Erlenbrüche. Es handelt sich in beiden Fällen um Torf-Standorte. Die Bäume erreichen mit ihren Wurzeln nicht den mineralischen Untergrund. Das ist der wichtigste Unterschied zu den Sumpfwäldern, die fälschlicherweise mit den Bruchwäldern oft "in einen Topf" geworfen werden.
Typisch sind krumme oder verdrehte, kurze Stämme und schwach entwickelte Kronen. Manchmal ist der Boden von abgebrochenen Ästen und Zweigen regelrecht übersät. Man sieht den Bäumen an, dass es ihnen nicht gut geht. Nährstoffmangel ist hier das limitierende Kriterium, das von den Bäumen entweder gerade so noch überlebt wird, oder aber nicht. Dann schließt sich offenes Moor an. Zu den Pflanzen der Bruchwälder gehören typische Moor-Arten wie Schmalblättriges Wollgras, Wassernabel, Walzen-Segge und verschiedene Torfmoose. Echte Hochmoor-Arten kommen nicht vor, sie findet man in den aus Kiefern, Fichten oder Birken aufgebauten Moor-Wäldern. Eine saubere Klassifizierung und Abgrenzung zwischen Sumpfwäldern, Bruchwäldern und Moorwäldern kann schwierig sein! Für den Naturhaushalt und als Lebensraum seltener Arten haben alle drei gleichermaßen Bedeutung und genießen gesetzlichen Schutz. In den 60er bis 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sind diese "unproduktiven" Wälder oft Gegenstand von forstwirtschaftlichen Intensivierungsmaßnahmen gewesen. Als entwässerte Ruinen der einst torfbildenden Wälder gasen sie heute, oxydativer Torfschwund, Kohlendioxyd aus. Und zwar in einem Maß, das sämtlichen KFZ-Verkehr weit in den Schatten stellt! Im Sinne von Klimaschutz wäre die Rückvernässung dieser Wälder weit mehr als ein zaghafter Dreh an der Klimaschraube. Geschieht in dieser Richtung was? Kaum, die Forst-Lobby stemmt sich, bisher erfolgreich, dagegen. Man ist auch heute noch stolz darauf, den Bruchwäldern fast überall den Garaus gemacht zu haben. Der Landschaft den "Forstwirtschaftlichen Stempel" aufgedrückt zu haben.